Kleiner Island-Reiseführer

Wissenswertes rund um Island

 

 

 

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Island

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Kleiner Island-Reiseführer – Wissenswertes rund um Island

Island – Geografie

Island ist die größte Vulkaninsel der Welt und liegt im Nordatlantik. Die kleine isländische Insel Grímsey liegt zwischen 66° 31,574`Nord und 66° 33,973`Nord und ist zur Zeit der einzige Ort Islands, der den Polarkreis tatsächlich berührt. Geographisch gehört Island zu Europa. Geologisch treffen sich in Island zwei Kontinentalplatten: die Eurasiens und Amerikas. Die nächsten Nachbarn sind: Grönland, ca. 290 km; Färöer Inseln, 420 km; Schottland ca. 800 km und Norwegen, 970 km.

Die Nordatlantik-Insel Island hat eine Größe von ca. 103.000 km² und liegt größtenteils rund 500 m über dem Meeresspiegel. Der höchste Berg ist der Hvannadalshnúkur mit 2.119 m, der sich im Gebiet von Europas größtem Gletscher, dem Vatnajökull befindet. Der Vatnajökull misst eine Größe von ca. 8.300 km² und ist damit größer als alle Gletscher der Alpen zusammen. Der „Wassergletscher“ ist damit etwa so groß wie die Insel Korsika. Immerhin sind ca. 11% Islands von Gletschern bedeckt.
Wie die Inseln von Hawaii oder auch der Yellowstone-Nationalpark liegt Island auf einem sogenannten Hotspot, einem Zentrum von vulkanischer Aktivität. Hinzu kommt die Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken, einem Gebirge, das unterhalb des Meeresspiegels liegt und mit einer Länge von mehr als 20.000 km eines der längsten Systeme dieser Art darstellt.

Übersichtskarte – Island

Geologie

Das aus geologischer Sicht mit einem Alter von 17 bis 20 Millionen Jahren vergleichsweise Junge Land liegt auf der Plattengrenze der Nordamerikanischen und Eurasischen Platte. Dank all dieser Phänomene ist Island ein Land mit großer vulkanischer und geothermischer Aktivität.

Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen mehr als 30 Vulkane aus, zuletzt sorgte 2010 der Ausbruch des Eyjafjallajökulls weltweit für Aufsehen. Am 19. März 2021 gab der Meteorologische Dienst Islands den Ausbruch des Fagradalsfjall-Vulkans auf der Halbinsel Reykjanes bekannt. Die Oberfläche riss auf einer Länge von etwa 500 bis 1.000 m auf. Einen interessanten Bericht hierzu finden Sie unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19-uhr/island-vulkan-ausbruch-besucher-video-100.html. 

Der Vulkanismus und dessen Folgen erschufen in Island eine Landschaft, die Besucher aus aller Welt anzieht. Nicht nur für Geologen ist Island ein wahres Eldorado, denn fast sämtliche auf der Erde existierende Vulkantypen und zahlreiche geologische Phänomene lassen sich hier studieren (z.B. Schildvulkane, Kegelvulkane, Ringwallkrater, Pseudokrater, Tafelvulkane, Spaltenvulkane und verschiedenste Arten von Lava wie Blocklava, Kissenlava oder auch Basaltsäulen, Geysire, Solfataren und heiße Quellen). Auch wenn Sie mit der Wissenschaft der Geologie nicht vertraut sind, wird die außergewöhnliche und abwechslungsreiche Landschaft Sie mit Sicherheit in Ihren Bann ziehen. Mit ihren zum Teil extremen Kontrasten ist Island nicht „everybody’s darling“ – diejenigen, die sich jedoch in seine herbe Schönheit verlieben, lässt die Faszination dieses Landes meist ein Leben lang nicht mehr los. 

Ein wunderbarer Nebeneffekt der vulkanischen Aktivität ist das natürlich heiße geothermale Wasser, das in vielen Teilen Islands praktisch unbegrenzt zur Verfügung steht. Es versorgt in Island ein Großteil der Bevölkerung mit umweltfreundlicher und günstiger Heizenergie. Der Strom wird mit Wasserkraft erzeugt, eine gleichzeitig preiswerte und umweltfreundliche Energiequelle.

Live Webcam von ruv.is  – Fagradalsfjall Vulkan, Geldingadalir auf der Halbinsel Reykjanes –

Wie funktioniert eigentlich ein Geysir?

Ein Geysir ist eine heiße Quelle, die Ihr Wasser in regelmäßigen Abständen als Fontäne in die Höhe ausstößt. Der Begriff „Geysir“ verdankt seinen Namen übrigens dem großen Geysir auf Island. Dieser ist heute nur noch unregelmäßig aktiv. Er wurde erstmals im 13. Jahrhundert beschrieben und ist damit der älteste bekannte Geysir der Welt. Nur wenige Meter vom großen Geysir entfernt befindet sich der „Strokkur“ (das Butterfass) der in regelmäßigen Abständen von ca. 5-10 Minuten seine Wasserfontäne etwa 20 m hoch in die Luft schießt. Im Geysir-Gebiet, dem Haukadalur befinden sich viele weitere heiße Quellen wie die Springquellen „Smiður“ und „Litli Geysir“.

Wie ein Geysir tatsächlich funktioniert wurde erst 1846 geklärt, als Robert Bunsen (der u.a. den bekannten Bunsenbrenner erfand) bei seiner Reise nach Island den Geysir ausführlich in Augenschein nahm. Geysire haben einen verhältnismäßig engen Eruptionskanal, was den Druck auf die Wassersäule erhöht. Durch Magma aufgeheiztes Sickerwasser wird aufgrund des hohen Drucks im Eruptionskanals so auf weit über 100 °C erhitzt, ohne dass es zum kochen gebracht wird. Blasen steigen auf und pressen einen Teil des Wassers heraus. Der Druck im Eruptionskanal nimmt ab und das überhitzte Wasser verdampft schlagartig und drückt das noch überschüssige flüssige Wasser in Form einer Fontäne durch den Eruptionskanal nach oben. Der Große Geysir erreichte so zwischen dem 17. und 20. Juni 2000 für zwei Tage eine Fontäne in Höhe von 122 Metern und gilt damit als höchster Geysir der Welt. Zum Vergleich: der „Old Faithful“ im Yellowstone Nationalpark erreicht eine Höhe von ca. 30 bis 55 Metern. Die Wassersäule des „Strokkur“ erreicht derzeit eine Höhe von etwa 20 Metern.

Der Geysir „Strokkur“ (Das „Butterfass“) im Haukadalur – Südisland

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